Geschichte

Die Geschichte der Dörfer, die zu der Gemeinde gehörten, greift bis ins Mittelalter zurück, obwohl dieses Gebiet schon zu den römischen Zeiten besiedelt war (Besiedlung in dem Zeitraum der Przeworsk-Kultur im Dorf Mokra). Anfänglich gehörten sie administrativ der Krakauer Kastellanai an und bildeten ihre am nördlich gelegensten Gebiete. Im Zeitraum des Zerfalls in Teilherzogtümer ist diese Gegend teilweise unter Herrschaft der Oppelner und Masowiener Fürsten gelangt. Letztendlich seit dem Jahre 1391, nach den siegreichen Kriegen von Władysław Jagiełło mit dem Fürsten Władysław Opolczyk, wurden sie den Königsgütern einverleibt, indem sie zu einem Teil des Landkreises Krzepice geworden sind. Die Jagielloner Dynastie nahm einen starken Einfluss auf die Geschichte der Gemeinde. Jagiełło hält man für den Gründer von Miedźno und für den Stifter des St. Katarina von Alexandrien  Pfarrbezirkes (1425).

Administrative Zugehörigkeit an die Kastellanai Krzepice hielt sich bis zu den Zeiten der „schwedischen Überschwemmung”  in der Mitte des XVII. Jahrhundert aufrecht. Im Jahre 1658 mit dem Beschluss des Sejms der Republik Polen wurden die königlichen Dörfer Miedźno, Ostrowy, Łobodo, Kocin dem Landkreis Kłobuck einverleibt. Der neue Landkreis wurde unter die Herrschaft des Klosters Jasna Góra gestellt. Das Dorf Miedźno wurde dem Woiwoden Miączyński für seine Verdienste während der Kämpfe gegen die Angreifer übergeben.

Nach der zweiten Teilung Polens (1793) ist das Territorium der aktuellen Gemeinde Miedźno unter die Herrschaft von Preußen übergegangen, indem es Südpreußen einverleibt wurde. Die Teilungsmacht führte 1797 die Auflösung der Klostergüter durch und verwandelte sie in staatliches Eigentum. Zu den Zeiten des  Warschauer Herzogtums wurden diese Gebiete dem Landkreis Tschenstochau dem Departement Kalisz angeschlossen. Nach dem Wiener Kongress blieb der administrative Charakter dieses Landes als das durch die Regierung zu verwaltende Gebiet erhalten, nach wie vor stellten sie einen Teil der bestehenden Verwaltungsstrukturen dar. Das Gebiet der Gemeinde wurde in das Eigentum des Zaren unter dem Namen „Dobra Ostrowy“ („Güter Ostrowy“) eingegliedert. Der Landkreis Tschenstochau wurde infolge der Repressionen nach dem Novemberaufstand liquidiert. Das Land der Gemeinde wurde dann dem Landkreis Wieluń einverleibt.

Während des Januaraufstands kam es auf dem Gebiet der Gemeinde zu mehreren Scharmützeln der polnischen Truppen mit der zaristischen Armee. Das größte von ihnen war die Schlacht bei Mazówki am 3. Oktober 1863. Auf dem Friedhof in Miedźno befindet sich das Massengrab der Aufständischen.

Im Ergebnis der durch den Zaren durchgeführten Verwaltungsreform mit dem Dekret vom 31. Dezember 1866 wurde der Landkreis Tschenstochau restauriert. In seinem Rahmen wurde ebenfalls die Gemeinde Miedźno gegründet. Diesen Charakter hat sie im unabhängigen Polen aufrechterhalten. Zu diesem Zeitpunkt bildete sie einen Teil der Woiwodschaft Kielce.

Während der Nazi-Okkupation wurde die Gemeinde vollständig in das Dritte Reich integriert. Nach dem Krieg, im Jahre 1952 wurde die Gemeinde Miedźno durch kommunistische Behörden liquidiert. An ihrer Stelle wurden kleinere Verwaltungseinheiten gebildet, nämlich Dorfgemeinden, die auf einzelne Dörfer beschränkt waren.

Die Gemeinde Miedźno wurde im Jahr 1973 zurück ins Leben gerufen. Sie erfasste dabei jedoch nicht alle ihr früher historisch zugehörigen Dörfer. Dies betrifft  vor allem das Dorf Łobodno, das sich jetzt in der Gemeinde Kłobuck befand. In den Jahren 1975-1998 war die Gemeinde Miedźno ein Teil der Woiwodschaft Tschenstochau. Seit dem 1. Januar 1999, in Verbindung mit einer weiteren Reform der administrativen Teilung des Landes, liegt die Gemeinde Miedźno innerhalb des restaurierten Landkreises Kłobuck, und bildet zusammen mit diesem Landkreis den nördlichen Rand der Woiwodschaft Schlesien.

Ein wichtiges Ereignis, das seine deutlichen Spuren auf der Geschichte der Gemeinde hinterlassen hat sind die am 1. September 1939 durch die Wolhynien Kavallerie-Brigade gegen die IV. Panzerdivision siegreich gelieferten Schlachten. Die Kavalleristen  verzögerten erfolgreich den Marsch auf Warschau. An diese Schlacht erinnert das im Jahre 1975 durch die Einwohner des Landkreises Kłobuck gesetzte Denkmal im Dorf Mokra.

Jedes Jahr Anfang September werden in der Nähe des Denkmals patriotische Feiern zum Gedenken an den Heldenmut der im September 1939 kämpfenden polnischen Soldaten veranstaltet. Am 1. September 2002 wurde durch die deutschen Teilnehmer der Schlacht eine „Glocke des Friedens“ an die neu gebaute Kirche in Mokra als ein Nachweis der Aussöhnung mit den polnischen Veteranen überreicht.